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14 Tipps, wie Du trotz gesunder Ernährung richtig Geld sparen kannst

Gesunde Lebensmittel & Ernährung

Trotz gesunder Ernährung richtig Geld sparen, geht das? Zu einer gesunden Ernährung gehören für mich viele frische Lebensmittel und natürlich auch tierische Produkte, wie Fleisch und Fisch. Obst und Gemüse kaufe ich bevorzugt aus biologischer Landwirtschaft wegen der geringen Pestizidbelastung und auch bei Eiern, Rind und Huhn greife ich lieber zu Bio, um die artgerechte Haltung zu unterstützen.

Mir ist es Wert in in qualitativ hochwertige Produkte zu investieren. Viele scheuen sich noch davor diese Lebensmittel zu wählen, da sie oft deutlich teurer sind oder das Budget nicht ausreicht. Aber eine gesunde Ernährung muss gar nicht teuer und auch nicht immer bio sein. Wer die richtigen Tricks kennt, kann sich gesund, ausgewogen und auch preiswert ernähren. Diese Tipps und Tricks verrate ich heute in diesem Beitrag.

 

1. Schreibe eine Einkaufsliste

Einkaufsliste schreiben

Der Klassiker! Oma und Mutti haben es schon gemacht und Du solltest es auch, denn es hat sich bewährt. Wer eine Einkaufsliste schreibt, bevor es auf Shoppingtour geht, spart einfach Geld und Zeit. Einmal im Lebensmittelgeschäft oder auf dem Markt arbeitest Du konsequent Deine Liste ab. Wenn Du Dich an Deine Liste hälst, bist Du relativ sicher vor gefährlichen Impulskäufen.

 

2. Achte auf Aktionen und Angebote

Clever Einkaufen Angebote nutzen

Sparfüchse und Schnäppchenjägern erzähle ich nichts neues. Halte Ausschau nach Angeboten und Rabatten. Frischware, wie Fleisch, Joghurt, Obst und Gemüse werden im Supermarkt oft zu reduzierten Preisen Angeboten. Manchmal gibt es eine extra Box oder ganz klassische Rabatt-Aufkleber für reduzierte Ware, die sich dem Ende des Haltbarkeitsdatums nähern.

Die meisten Supermärkte legen Ihre Broschüren und Flyer aus oder fügen Sie Magazinen bei. So nervig das sein kann, es kann sich auch durchaus lohnen dort nach Angeboten zu schauen, besonders für die Lebensmittel, die man regelmäßig auf die Einkaufsliste setzt. Und für Waren mit längerer Haltbarkeit lohnt es sich dann auf Vorrat zu kaufen. Wer sich rechtzeitig über anstehende Angebote informiert, kann das bei der Erstellung der Einkaufsliste bereits einplanen.

Wichtig ist hierbei sich nicht von anderen Schnäppchen verleiten zu lassen oder gar die Ersparnis von ein paar Cent zu unterschätzen. Denn auch wenige Cents summieren sich am Monatsende schnell auf.

 

3. Setze auf frische Lebensmittel

Gesunde Ernährung aus frischen Lebensmittel

Wer sich erstmal mit einer gesunden Ernährung auseinandersetzt und vor allem Junk-Food und sonstige verarbeitete Lebensmittel aus dem Einkaufskorb verbannt, wird schnell merken, wo die eigentlichen Kostentreiber liegen. Frische Produkte und echte Lebensmittel enthalten nämlich mehr Nährstoffe und halten länger satt, weshalb Du auch unterm Strich weniger davon zu Dir nehmen brauchst. Und wer bei den Fast Food weniger Geld ausgibt, hat am Ende sogar mehr für die guten und echten Lebensmittel in besserer Qualität übrig.

Es muss nicht immer Bio sein. Produkte aus biologischer Erzeugung sind zwar weniger mit Pestiziden belastet und enthalten mehr Nährstoffe als Bioware, jedoch sind frische konventionelle Produkte immer noch besser als Fertigprodukte. Viele Bauern auf dem Wochenmarkt können sich auch einfach kein teures Bio-Siegel leisten, kommen den Ansprüchen des ökologischen Landbaus aber trotzdem sehr nahe.

 

4. Verzichte auf den Superfood Hype

Frühstück mit Goji-Beeren

Seitdem sich das Bewusstsein in der letzten Zeit hin zur gesunden Ernährung gewandelt hat, ist auch die Begeisterung um Superfoods groß. Früher waren Superfoods kein Thema. Aber dank Social Media & Co. können wir uns dem Hype einfach nicht mehr entziehen.

Du musst aber nicht auf den Zug aufspringen, denn das meiste sind eh nur Marketing-Trends. Altbekannte Nahrungsmittel sind genauso gut und stellen eine deutlich günstigere Alternativen dar. Versuche es mal mit: Leinsamen statt Chisamen, Heidelbeeren statt Açaí-Beere und Johannisbeeren statt Goji-Beeren.

 

5. Kaufe saisonal und regional

Saisonales Gemüse

Saisonale und regionale Lebensmittel sind nicht nur gesünder und besser für die Umwelt, sie sind auch viel günstiger. Sie reifen unter natürlichen Bedingungen, es muss keine extra Energie für künstliche Aufzucht aufgewendet werden und auch lange Transportwege fallen weg. Alles Dinge, die sich negativ auf den Preis niederschlagen.

Ja ich kann verstehen, exotische Früchte sind zwar lecker und bringen oft ein bisschen Urlaubsfeeling auf den Tisch, aber wenn man sich anschaut, was die Früchte in ihrem Heimatland kosten, sollte man den Kauf lieber nochmal überdenken. Auch bestimmte Früchte aus Züchtung und Gewächshäusern gilt es außerhalb der Saison besser zu meiden. Erdbeeren im Winter, muss das unbedingt sein? Pro-Tipp: Frische Sommerfrüchte einfach einfrieren und das ganze Jahr über genießen.

 

6. Günstige Alternative: Tiefkühlware

Tiefgekühltes Gemüse und Obst hat diverse Vorteile für Deinen Geldbeutel. Oftmals ist es günstiger als Frischware. Es lässt sich besser portionieren, so dass weniger verdirbt und weniger im Müll landet. Frisch geerntet, abgepackt und eingefroren hat Tiefkühlware meist sogar mehr Nährstoffe als frische Ware, die nach Ernte und Transport auch noch tagelang im Regal liegt.

 

7. Schnäppchen auf dem Wochenmarkt

Wochenmarkt

Wochenmärkte liefern in der Regel frische regionale Ware aus dem Umland. Da die Bauern und Händler nur kleine Mengen produzieren und ihre Produkte im Direktverkauf vermarkten, sind die Waren zwar höherwertig aber oft auch viel teurer als im Supermarkt.

Trotzdem kann man hin und wieder Schnäppchen landen, wenn man sich z.B. kurz vor Ende des Marktes nach Ermäßigungen erkundigt. Anders als im Supermarkt lässt sich auf dem Markt durchaus auch mal ein Mengenrabatt verhandeln. Im Hamburger Wochenmarktfinder kannst Du schauen, wo der nächste Markt in Deiner Nähe ist.

 

8. Großpackungen lohnen sich nicht immer

Bei der Suche nach reduzierten Preisen ist bei Großpackungen Vorsicht geboten! Großpackungen erwecken den Anschein Geld sparen zu können, jedoch ist dies oft ein Trugschluss. Lebensmittel in Großpackungen sind häufig teurer als Waren in Klein- oder Normalgröße. Das ergab jetzt ein Markttest der Verbraucherzentrale Hamburg. Doch Schnäppchenjäger tappen dabei nicht selten in eine Einkaufsfalle, so die Hamburger Verbraucherschützer.

Achte auch auf Mogelpackungen. Die Packungen erscheinen größer, obwohl der Inhalt gleich bleibt. Am Ende wird nur eine Menge Luft verkauft. Wenn Du Tipp 3 beherzigst, wird es Dich aber wahrscheinlich eh nicht groß betreffen 😉

 

9. Lebensmittel online bestellen

Lebensmittel online kaufen

Eine weitere gute Möglichkeit Geld zu sparen bieten Online-Shops für Lebensmittel. Mittlerweile kaufe ich diverse Produkte nur noch online, da sie dort entweder günstiger sind oder die Shops regelmäßig Rabatte anbieten.

Zu den Lebensmitteln zählen Nussbutter, Mehlalternativen, Trockenfrüchte, Nüsse und Proteinpulver. Hier gilt es einfach die Produkte im Laden und online zu vergleichen.

 

10. Pflanze deine eigenen Kräuter an

Indoor-Farming
Quelle: KickStarter

Selbstversorgung fängt bei Kräutern an und kann bis zu einem eigenen Garten reichen. Selber anbauen, herstellen und erzeugen kann sich selbst im kleinen Rahmen schon lohnen, besonders wenn man Wert auf Bioqualität legt. Blumenkübel oder ein Pflanzkasten auf dem Balkon reichen schon für Pflücksalat, Kräuter, Tomate, Radieschen und sogar Erdbeeren.

Witzig finde ich  das Kickster Projekt ‘The hydroponic vertical farm for your home’ von Ponix System zum sog. Indoor Farming, mit dem man auch im Winter heimisches Gemüse und Kräuter produzieren kann.

 

11. Es muss nicht immer Fleisch sein

Erbsen getrocknet

Meatless Monday nennt sich der Trend um den fleischlosen Tag in der Woche. Es geht darum den Fleischkonsum aus gesundheitlichen, ethischen und ökonomischen Gründen zu reduzieren.

Sportler und andere mit einem hohe Proteinbedarf können teures Fleisch mit preiswerten vegetarischen Nahrungsmitteln, wie Bohnen, Eier und andre Hülsenfrüchte ersetzen.

 

12. Hochwertiges Fleisch günstiger dank Crowdbutching: Teile dir eine Kuh

Crowdbutching: Teile dir eine Kuh

Wenn es dann doch mal Fleisch sein soll, empfehle ich lieber auf Qualität als auf Quantität Wert zu legen. Indem man sich mit anderen eine ganze oder halbe Kuh teilt, kann man recht günstig an gutes Fleisch kommen. Wer auf dem Land lebt, wird das Prinzip kennen. Dort schließen sich öfters Gemeinden zusammen, um die Schlachtung einer Kuh in Auftrag zu geben.

Dies ist nun dank Crowdbutchering auch für alle anderen möglich. Es werden konventionell und Bio-Fleischpakete von 3,6 kg bis 7,2 angeboten, die vom Bauern direkt nach Hause geliefert werden.

 

13. Mahlzeiten planen, vorkochen und einfrieren

Vorkochen aka Meal Prep

Meal Planning und Meal Preparing ist der neuste Trend. Aber es ist auch sinnvoll Mahlzeiten zu planen und für die Woche vorzukochen. So kannst Du Dein Mittagessen für die Arbeit oder unterwegs einpacken und Reste möglichst effizient verwerten. Was übrig bleibt wird eingefroren und kann an Tagen, an denen für Kochen keine Zeit ist, Gold wert sein.

Mein Meal Planning Tag ist in der Regel der Samstag, an dem auch der Einkauf für die Woche ansteht. Am Sonntag wird dann vorgekocht. Ich plane mittlerweile so, dass ich bis Mitte der Folgewoche alle frischen Waren verbraucht habe. Früher sind mir regelmäßig Lebensmittel verdorben, weil ich für die ganze Woche eingekauft habe und dann doch nicht dazu gekommen bin sie zu verbrauchen.

 

14. Eat me first Box / Food Waste Box

Eat Me First Box
Quelle: Kitchn

Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft, in der Lebensmittelverschwendung leider immer mehr zum Thema wird. Die Verluste an Lebensmitteln weltweit liegen zwischen 30 bis 40% – das sind pro Kopf rund 180 bis 190 kg pro Jahr! 70% davon sind verdorben, 53% liegt an mangelnder Resteverwertung und bei 43% ist das Mindesthaltbarkeitsdatums abgelaufen. Meal Planning und schlaues Einkaufen können helfen Lebensmittel besser zu verwerten. Eine tolle Ergänzung ist außerdem die ‘Eat me first’ bz. ‘Food Waste’ Box.

Wie oft hast Du in Deinem Kühlschrank verdorbene und manchmal sogar ungeöffnete Produkte aussortiert? Die Eat me first Box erinnert an alle Produkte, deren Haltbarkeitsdatum bald abläuft. Du brauchst lediglich ein Plastikbehälter und ein Schild, mit der Aufschrift “Eat Me First!” oder “Zuerst verbrauchen” oder was auch immer Dir einfällt. In diese Box kommt dann alles, was so schnell wie möglich gegessen werden muss.

Denke auch dran Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein „Verfallsdatum“. Du musst Lebensmittel beim Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatum nicht sofort wegwerfen. Oft sind sie noch ein paar Tage länger genießbar.

 

Fazit: Gesunde Ernährung muss nicht teuer sein

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten frisches Gemüse, Obst und Fleisch für geringes Budget zu bekommen. Gesunde Lebensmittel müssen nicht teuer sein, man muss sich nur ein wenig damit auseinander setzen und schlau vorrausplanen.

Wer richtig einkauft, selbst kocht und dann auch noch weiß, wie man übrig gebliebene Lebensmittel geschickt verwertet und geschickt Vorrat hält, kann sich auch mit wenig Geld gesund ernähren.

Wenn man oft die selben Lebensmittel in den selben Märkten kauft, die Ausgaben für den Einkauf rekapituliert und sich den durchschnittlichen Preisen der Lebensmittel bewusst wird, kann man relativ schnell einen Budgetplan entwickeln und bereits vorab die Ausgaben überschlagen. Dies macht die Budgetplanung für Extra-Ausgaben einfacher und böse Überraschungen können vermieden werden.

 

Weitere Links

Was ist die richtige Ernährung

 

Quellen

1 WWF_Studie_Das_grosse_Wegschmeissen.pdf

Ernaehrungsreport2016.pdf

 

By:

Auf meinem Blog möchte ich Dich zu mehr Bewegung, einer gesunden Ernährung und einem Healthy Lifestyle inspirieren. Ich biete auch persönliches Fitness Coaching in Hamburg an. Hier findest du alle Infos zum Personal Training.

4 comments

  1. Anett Reiniger

    Sehr interessanter Beitrag, Eyleen. Gerade in meiner Anfangsphase während des Studiums hätte ich diese Tipps gut gebrauchen können :)! Zunächst einmal zum Einführungstext: Biotierhaltung ist ja immer ein Thema zur Diskussion, viele nennen es “Bio-Lüge”, da dem Konsumenten ein Bild der artgerechten Haltung und glücklicheren Tieren vorgegaukelt wird, wenn sich das Leben eines Bio-Tieres in der Realität nicht unbedingt von dem des herkömmlichen Nutztieres unterscheidet, außer vielleicht ein wenig mehr Beinfreiheit. Allerdings stimme ich zu, dass es dennoch ein erster Schritt in eine verbesserte Tierhaltung ist, ich selber kaufe zum Beispiel die Eier aus dem Spitz&Bube Projekt. (1.) Einkaufslisten sind immer eine gute Idee, ich selber verwende dafür eine lustige App mit dem Namen “Remember the Milk”, in der man Einkaufslisten teilen kann, damit wir uns gegenseitig kontrollieren können, ob denn das Richtige in den Einkaufswagen kommt. Ein kleiner Notizzettel tuts aber auch ;)! (3.) Bis heute noch habe ich das Problem, dass ich als Einzelhaushalt nur schwer “hinterher komme”, die ganzen frischen Nahrungsmittel zu verbrauchen, bevor sie dann ungenießbar werden, da die Verpackungen im Supermarkt oftmals viel zu groß sind. Die Produkte dann auf dem Markt zu kaufen ist eine Alternative, allerdings muss man dann schon mehr ausgeben (Lösung hierfür mag wohl der 6. Tipp sein). (6.) Besonders bei Bohnen und Spinat lohnt es sich, diese aus der Tiefkühltruhe zu besorgen, da sie sofort nach der Ernte blanchiert werden und durch das Schockfrosten der ganze enzymatischen Abbau gestoppt wird. Ich hoffe, dass ich mit den Tipps beim nächsten Einkauf gut sparen kann 🙂

    Antworten

    1. Eyleen

      Liebe Anett, vielen Dank für dein tolles Feedback und deine interessanten Anregungen. Das Spitz&Bube Projekt kannte ich noch nicht. Ich versuche möglichst immer Eier von Alnatura zu bekommen, da bei der Bruderküken-Initiative auch die männlichen Küken aufwachsen dürfen. In Bezug auf die Einkaufsliste bleibe ich für meinen Teil wirklich oldschool 😉 Ich mag das Schreiben mit Stift und Papier, obwohl es heutzutage immer seltener passiert. Ich versuche mich auch vom Handy so unabhängig möglich zumachen, das schenkt mir mehr technikfreie Zeit 😉 Dein Problem als Einzelhaushalt verstehe ich nur zu gut. Da passt Tipp 13 ideal zu dir. Die Mahlzeiten für der Woche könntest du so planen, dass größere Packungen gut aufgebraucht werden. Oder man kocht eine größere Portion und friert den Rest ein. Liebe Grüße, Eyleen

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  2. Katja

    Ein ganz toller Artikel, der wieder einmal aufzeigt, dass gesunde Ernährung nicht unbedingt immer teuer sein muss.

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    1. Eyleen

      Liebe Katja, vielen Dank für Dein liebes Feedback. Ich glaube, dass in vielen Köpfen die Hemmschwelle noch sehr hoch liegt. Ja ich denke, wie in allen Finanzbereichen sollte man sich ein wenig mit dem Thema auseinandersetzen, um gute Entscheidungen zu treffen. Gerade für Menschen, für die gesunde Ernährung neu ist, bedeutet es am Anfang meist etwas mehr Aufwand, aber es lohnt sich!

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