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Fit per Gesundheits-App & Fitness-Tracker?

Training mit Fitness App

Immer und überall fit. Die Gesundheits-Apps und Fitness-Tracker sind sehr beliebt geworden. Sie versprechen neue Motivation für das Training, eine bessere Überwachung der Leistung und Gesundheit und wollen sogar den Personal Trainer ersetzen.

 

Welche Gesundheits-Apps gibt es überhaupt

Die Welt der Gesundheits-Apps und Fitness-Tracker ist riesig, da muss man erstmal durchsteigen. Lasst uns mal schauen, was es do so alles auf dem Markt gibt. Die Apps würde ich in folgende Kategorien einteilen. Meine Top Fitness-Apps werde ich nochmal in einem weiteren Beitrag vorstellen.

Fitness-Tracker

Unter den Fitness-Trackern zählen die bekannten Fitness-Armbänder oder so genannte Wearables, wie Schrittzähler, Sportuhren oder Pulsmesser. Damit können Körper- und Fitnessdaten wie Herzfrequenz, Blutdruck und Schritte gemessen werden. Oft werden die Gesundheitsdaten über eine App auf dem Smartphone ausgelesen. Wer keine Lust auf das Extra Equipment bzw. Schmuckstück hat, kann auch auf die zahlreichen Apps zurückgreifen, die auf die Messfunktionen des Smartphones zurückgreifen (zu den Nachteilen unten mehr). Den größten Einsatz finden diese Bewegungs-Tracker im Alltag und beim Laufsport.

Trainings-Apps

Wer keine Lust auf Fitness-Studio hat oder Unterstützung für das Home-Workout sucht, greift gerne zu den Trainings-Apps. Hier gibt es Apps mit personalisierten Trainingsplänen oder einer Sammlung verschiedener Übungen und Workouts. Mittlerweile decken diese Apps nicht nur Übungen mit dem eigenen Körpergewicht ab, sondern berücksichtigen auch Equipment, wie Kurz- und Langhantel, Kettlebell oder Wiederstandbänder. Es gibt sie natürlich auch für Yoga.

Tabata und Intervall Timer zähle ich ebenfalls in diese Kategorie, da sie indirekt als Unterstützung zum Training zählen.

Ernährungs-Apps

Kalorienzähler und Diät-Apps helfen dabei Ernährungsgewohnheiten zu tracken und Mahlzeiten vorauszuplanen. Diese Apps können damit teilweise ein Ernährungstagebuch komplett ersetzen. Andere Apps stellen Nährwert-Tabellen und Angaben zu Glykämischen Index zur Verfügung, die besonders für Diabetiker nützlich sein können. Neu sind Rezept-Apps mit personalisierten Ernährungsplänen. Lasst uns hier auch jene Apps hinzuzählen, die Körperdaten wie Gewicht, Körperfettanteil, etc tracken und grafisch darstellen.

Lifestyle-Apps

Zu den Lifestyle-Apps zähle ich Apps, die dabei helfen gesünder und achtsamer zu leben. In diese Kategorie fallen Meditation-Apps mit Anleitung, Klängen oder Timer, Achtsamkeits-Apps, die regelmäßig zu kurzen Übungen aufrufen. Aber auch diverse andere Apps zur Motivation, zur Überwachung von Schlafgewohnheiten und Medikamenten-Einnahme oder diverse Krankenkassen-Apps.

 

Fit per Fitness App - Gymboss Timer

 

Gesundheit per Fitness-App überwachen

Eine Studie zeigte, dass bereits 2016 jeder vierte Deutsche Internetnutzer eine Fitness-App für den Bereich Fitness, Gesundheit und Ernährung nutzt. Die körperliche Kondition zu erhalten oder zu steigern war für mehr als die Hälfte der internationalen Nutzer der wichtigste Grund. Erst danach kamen Gründe wie Motivation zum Sport, Verbesserung der Leistungsfähigkeit und Motivation zur besseren Ernährung.

Die meist genutzten Sport-Apps 2015 wurden angeführt von Lauf-Apps, gefolgt von Schrittzähler-Apps und Fitness-Apps. Es folgten die Health-Apps über Ernährungs-Apps bis hin zu Kalorienzähler-Apps. Obwohl Apps aus dem Fitness Bereich generell deutlich beliebter sind, scheinen Apps im Bereich Gymnastik und Yoga noch nicht so verbreitet zu sein.

GfK Infografik Health and Fitness Tracking

 

Sinnvolle Unterstützung oder Spielerei?

Fitness-Apps gibt es mittlerweile für jeden Bereich. Zur Unterstützung beim Abnehmen, fitter werden oder einfach gesünder und achtsamer leben. Aber helfen sie wirklich dabei die persönlichen Ziele zu erreichen?

Der Vorteil der Fitness-Tracker liegt darin eine Menge an Daten sammeln zu können. Aber diese Daten helfen auch nur dann, wenn man das gesammelte Wissen wirklich nutzt. Das heißt man muss Zeit darin investieren diese Daten zu analysieren, auszuwerten und seinen Plan ggf. anzupassen.

Ich bin auf einen sehr schönen Beitrag von Julia gestoßen, die Ihre Erfahrungen mit der Fitbit auf ihrem Blog lilalummerland.com teilt. An ihrem Beispiel sieht man wunderbar, wie motivierend Fitness-Tracker sein können und wie man sich dem Sog der Selbstoptimierung entziehen kann.

Natürlich helfen Aktivitäts-Tracker auch dabei sich mehr zu bewegen und die gesetzten Ziele nicht aus den Augen zu lassen. Es kann ganz schön anspornen eine kleine Extrarunde zu drehen, wenn man auf dem Weg nach Hause noch 1.000 Schritte von seinem Tagesziel entfernt ist. Gerade Anfänger profitieren daher besonders dabei gesunde Gewohnheiten und Rituale zu entwickeln.

Wie genau messen Fitness-Tracker?

Schwierigkeiten gibt es beim Tracken mit dem Smartphone. Einige Tests haben ergeben, dass das Tracken oft sehr ungenau ist. Es können Daten, wie Distanz, Tempo und auch Höhenmeter aufgezeichnet werden, jedoch sind die Werte oft enttäuschend. Zudem scheint das ständige Protokollieren des Standorts starke Akkuleistung zu fordern.  Auch beim Thema Datenschutz und Sicherheit sollte man einen genauen Blick ins Kleingedruckte werfen.

Gerade bei der Frage Fitness-Tracker vs. Pulsgurt gibt es einen eindeutigen Sieger. Der Brustgurt wird immer die genausten Daten liefern, jedoch ist ein Activity-Tracker für den Alltag deutlich bequemer.

Wenn die App den Personal Trainer ersetzt

Zur Traumfigur per Fitness-App. Aber wie effektiv ist das Workout mit dem Smartphone wirklich? Als Personal Trainer und Fitness Coach sehe ich persönlich vor allem Schwierigkeiten bei Anfängern und Ungeübten, die versuchen eine unbekannte Übung anhand von Bildern oder einem Video so gut es geht nachzumachen. Es fehlt einfach das Feedback eines Trainers, der Fehlhaltungen korrigieren könnte.

Wer auf Dauer und bei höherer Intensität mit falschen Bewegungsmustern trainiert, riskiert nicht nur Verletzungen und Verschleiß des Bewegungsapparates, sondern minimiert so auch seinen Trainingseffekt. Fitness-Apps können eine Ergänzung zum Training sein, sollten einen professionellen Trainer aber nicht ersetzen.

Bei vielen Apps, denen eine Community angeknüpft ist und Ergebnisse geteilt werden, stehen die Nutzer unter indirektem Leistungsdruck. Ich zweifle daran, dass die Übung immer so sauber und vorschriftsmäßig ausgeführt werden oder die Bestzeit nicht doch öfter mal im Vordergrund steht.

 

Fitness Tracker Risiken

 

Fazit zum Einsatz von Fitness-Apps & Fitness-Tracker

Die Verwendung von Gesundheits-Tracker und Fitness-App kann durchaus hilfreich sein, die eigenen Ziele im Auge zu behalten und ein gesünderes Leben zu verfolgen. Wer die Apps dazu nutzt seine Gesundheitsdaten auszuwerten, sollte auf eine gute Messbarkeit achten und sie richtig einsetzen. Wer auf einfache Methoden zur Messung setzt, sollte die Daten auch so behandeln, grobe Richtwerte, aber bitte nicht davon abhängig machen.

Besonders Hobbysportler brauchen keine genauen Messwerte, da sie oft zu Beginn Fortschritte einfach schneller erkennen. Wer sich unter Druck setzt, um bestimmte Werte zu erreichen, wird ganz schnell merken, dass dieser Weg nicht nachhaltig ist. Fitness-Apps sollen Spaß machen und Dich bei Deinem gesunden Lifestyle unterstützen.

Es kann helfen für eine gewisse Zeit Dein Verhalten zu Bewegung, Ernährung und Schlaf zu überwachen, um eine grobe Idee zu bekommen und diese dann zu optimieren. Langfristig sollten daraus aber gesunde Gewohnheiten entwickelt werden, die das Messen und Auswerten überflüssig machen.

Wer sich weiter zum Thema Fitness-Tracker und  Sportuhren informieren möchte, findet viele tolle Artikel bei SportuhrenGuru und auf seiner aktuellen Blogparade.

 

Hinterlasse mir gerne einen Kommentar, wie Du Fitness-Apps und Fitness-Tracker in Deinen Alltag integrierst und ob sie Dir dabei helfen Deine Ziele zu erreichen.

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Hi, ich bin Eyleen. Lass mich Dich mit Themen zu Fitness, Ernährung und Healthy Lifestyle inspirieren. Ich biete auch persönliches Fitness Coaching in Hamburg an. Hier findest du alle Infos zum Personal Training.

5 comments

  1. Melanie

    Ich glaube Fitness Apps sind ein guter Start für Leute, die gerne an Ihrem Lebensstil etwas ändern möchten, aber wenig Zeit haben. Das Smartphone hat man immer dabei und es motiviert mich ehrlich gesagt auch etwas zu machen, wenn ich eine App dazu habe. Genauso, wie ich meine Emails checke, weil ich’s kann oder auf Facebook surfe. Am sinnvollsten finde ich eine Mischung aus Sport und Essen, deswegen habe ich viele getestet und bin gerade sehr zufrieden mit der Fitness- und Ernährung App von epply. Ich sitze viel im Büro und was mich überzeugt hat war, dass es genau für Leute wie mich einen eignen Plan dafür gibt. Man muss hald schauen, was man erreichen möchte und eine App ist definitv ein guter Einstieg.

    Antworten

    1. Eyleen

      Liebe Melanie, Danke Dir für Deinen Kommentar. Ich stimme Dir vollkommen zu. Da ich meinen Ernährungs- und Trainingsplan weitgehend selbst in die Hand nehme, kommen Apps für die ich zahlen muss, nicht wirklich in Frage. Aber ich kann mir vorstellen, dass es gerade für Anfänger eine Extra Motivation ist, wenn die App nicht kostenfrei kommt. Liebe Grüße, Eyleen

      Antworten

  2. Julia

    Liebe Eyleen, danke für den ausführlichen Beitrag. Und auch an dieser Stelle noch mal ganz lieben Dank für die Verlinkung =)
    Ich gebe dir übrigens uneingeschränkt Recht, was die Vor- und Nachteile der Apps angeht. Aber hast du zufällig schon Trainingsapps ausprobiert und kannst eine empfehlen? Ich hatte, nachdem ich den BBG von Kayla Itsines gemacht hatte, schon mal über “Sweat” nachgedacht, fand die aber relativ teuer und hab mich deshalb noch nicht dran gewagt 😉
    Sportliche Grüße
    Julia

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    1. Eyleen

      Liebe Julia, das ist ja lieb. Ich freue mich, dass dir mein Beitrag gefällt. Ich greife mal ein wenig vorweg da ich meine Top Apps ja noch in einem gesonderten Beitrag vorstellen werde. Bisher habe ich nur die Apps von Freeletics getestet. Durch Crossfit und die Trainingseinheiten, die ich ergänzend selbst für mich zusammenstelle, bin ich ganz gut ausgelastet. Ich greife dann lieber hin und wieder auf kostenfreie Apps zurück, um mich inspirieren zu lassen. Vielleicht ist ja der Vorschlag von Melanie was für Dich? Liebe Grüße, Eyleen

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